Erste Hilfe Maßnahmen für meinen Hund!

19.02.2018 13:47

Für viele Menschen ist das Erlernen von Erste Hilfemaßnahmen essentiell um Ihren Mitmenschen im Alltag zu helfen und im Ernstfall Leben retten zu können. Doch nicht nur wir sind auf diese Rettung in der Not angewiesen, auch Ihr Vierbeiner braucht Ihre Unterstützung, da meist die ersten dreißig Minuten nach einer eingetretenen Gefahrensituation entscheidend sind. 

Im Folgenden finden Sie neben einer Auflistung wichtiger Erste Hilfe Utensilien für den täglichen Spaziergang auch praktische Tipps und die richtigen Sofortmaßnahmen bei Verletzungen, Bienenstichen und Co. 

1.    Bewahren Sie Ruhe in Gefahrensituationen

Das wichtigste nach einem Unfall ist es, stets den Ort des Geschehens abzusichern und zur Ruhe zu kommen, um konzentriert ans Werk zu gehen. Sie können die eigenen und fremden Hunde nur beruhigen, wenn Sie selbst die volle Kontrolle über die Gefahrensituation innehaben. Die Vorbereitung beinahe aller Ersten Hilfemaßnahmen beim Hund sieht gleich aus: Legen Sie dem Tier eine Maulschlinge an, da bei Schmerzen ein Biss keine böse Absicht sondern Angst ist. Anschließend sollten Sie den Hund nach oberflächlichen Verletzungen absuchen, abtasten und ihn in die stabile Seitenlage bringen, um schnell Erste Hilfe leisten zu können. 

2.    Der perfekte Erste Hilfekasten 

Der Umfang Ihres Erste Hilfesets, welches Sie bei jedem Spaziergang bei Sich tragen sollten, variiert im Umfang stark in Zusammenhang mit der Art des Geländes, sowie der Länge der angestrebten Strecke. Um auf die häufigsten Notfälle vorbereitet zu sein, sind jedoch einige Hilfsmittel essentiell: 
-    Einweghandschuhe und Rettungsdecke
-    Maulschlinge
-    Desinfektionsmittel
-    Verbandsmaterial ( Kompressen, Binden, ggf. Dreieckstuch, Pflasterstreifen) 
-    Pinzette und eine spezielle Zeckenpinzette
-    Medizinische Kohletabletten
-    Im Sommer nach Möglichkeit selbstkühlende Kompressen

Ausgerüstet mit diesem Equipment, können Sie in den meisten Gefahrensituationen alle nötigen Erste Hilfemaßnahmen an Ihrem Hund durchführen. 

3.    stabile Seitenlage beim Hund

Ziel der stabilen Seitenlage ist es den Hund in eine körperlich optimale Lage zu bringen, bei der die Atemwege freigehalten werden. Ähnlich wie bei der stabilen Seitenlage beim Menschen, bildet auch hier der Mund die tiefste Stelle des flachliegenden Hundes. 

Bevor Sie Ihren Hund in die stabile Seitenlage bringen, sollten Sie ihn unbedingt anleinen, da der Hund sonst unter Schock weglaufen könnte. Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie Ihrem Hund außerdem einen Maulkorb anlegen. Reden Sie beruhigend auf Ihren Hund ein.

Bei der stabilen Seitenlage gilt grundsätzlich: Legen Sie Ihren Hund immer auf die unverletzte Seite. Der Hund sollte auf eine Decke oder ähnliches gelegt werden, so kann er später eventuell getragen werden. Sollte der Hund auf beiden Seiten Verletzungen haben, verwenden Sie zusätzlich eine Thermodecke als saubere Unterlage. Im Schockzustand oder bei notwendigen Wiederbelebungsmaßnahmen sollte der Hund immer auf die rechte Seite gelegt werden (wenn es von den Verletzungen her möglich ist).

Wollen Sie Ihren Hund aus dem Stand in die stabile Seitenlage bringen, greifen Sie über den Hunderücken hinweg gleichzeitig das Vorder- und Hinterbein, welches zu Ihnen zeigt. Die Pfoten vorsichtig anheben und nach vorne von Ihnen wegziehen. So gleitet der Hund an Ihrem Körper hinab.

Kopf und Wirbelsäule müssen bei der stabilen Seitenlage in einer Linie sein. Die Vorder- und Hinterbeine des Hundes werden auseinander gezogen. Bei Bewusstlosigkeit wird der Kopf des Hundes überstreckt, das Maul geöffnet sowie die Zunge herausgehängt. So kann Erbrochenes oder Blut ablaufen und der Hund wird vorm Ersticken bewahrt.

Behalten Sie Ihren Hund immer unter Beobachtung, um sicher zu gehen, dass seine Atemwege frei bleiben. 

4.    So versorgen Sie Bisswunden und starke Blutungen richtig 

Ihr erster Schritt sollte es sein die bestehende Gefahrensituation zu beseitigen, die beteiligten Hunde voneinander zu trennen und wenn erforderlich Maulschlingen anzulegen. Separieren Sie die Tiere voneinander und wirken Sie beruhigend auf diese ein - um eine erneute Eskalation zu verhindern empfiehlt es sich, eine visuelle Barriere zwischen den Beteiligten zu errichten. 
Die entstandenen Wunden können nun mit Wasser ausgespült werden, die Blutung stoppen Sie am besten mit sterilen Kompressen und einem zusätzlichen Druckverband. Verzichten Sie bestenfalls auf jegliche Salben oder Pulver, da diese nachdem sie in die Wunde eingedrungen sind, dem Tierarzt eine spätere Diagnose erschweren. 

Bei einer ausgearteten Rauferei oder einem Kampf zwischen Hunden, entstehen vor allem Wunden am Hals und den Extremitäten, es kann jedoch auch zu Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen kommen. In jedem Fall sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden um mögliche Folgeschäden zu minimieren. 

5.    Erste Hilfe für ihren Hund bei Verletzungen der Pfoten

Verletzungen im Bereich der Pfoten sind einer der häufigsten Ursachen für schnelle Erste Hilfemaßnahmen. Nach einer Beruhigung des Hundes und gegebenenfalls der Blutstillung, muss die Wunde am Zeh oder Ballen gereinigt werden. Dies sollte vorzugsweise mit Wasser oder Desinfektionsmittel geschehen, entfernen Sie ebenfalls sichthindernde oder die Wunder verunreinigende Haare vorsichtig mit einer abgerundeten Schere. 

Nun gilt es mögliche Fremdkörper, wie Glas, Dornen oder Steine, vorsichtig aus der Wunde zu entfernen. Sollte eine klaffende Wunde sichtbar sein oder die Fremdkörper schwer entfernbar erscheinen, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf und belassen Sie den Gegenstand in der Wunde. Eine ungeübte Entfernung dieses könnte zu einer Schädigung empfindlicher Nerven führen. 

Bedecken Sie die Wunde anschließend mit einer sterilen Wundauflage und polstern Sie die Zehenzwischenräume mit Mull aus. Für in der Wunde verbliebene Fremdkörper sollte eine extra Polsterung erfolgen um beim anschließenden Verbinden keine Reibungspunkte zu erzeugen. Der Verband muss straff, aber nicht zu fest angelegt werden um die Durchblutung der Pfote zu gewährleisten, falls vorhanden empfiehlt es sich einen Verbandstrumpf über die verletze Pfote zu streifen. 

Sie wissen nicht, wie Sie Ihren Vierbeiner nach einer Verwundung an der Pfote am besten wieder nach Hause bringen sollen? Legen Sie ich Sich über die Schultern wie einen Rucksack, mit den Vorderpfoten auf einer und den Hinterpfoten auf der anderen Seite. Auf die Weise können Sie die Beine leicht umfassen und Ihn ohne große Schwierigkeiten transportieren.

6.    Schnelle Schmerzlinderung bei Insektenstichen

Stiche von Insekten, wie Bienen, Wespen und Hornissen, sind zwar schmerzhaft für Ihren Hund, in den meisten Fällen allerdings simpel zu behandeln und nur selten wirklich lebensbedrohlich. Sie Erkennen einen Stich meistens durch das Anschwellen der betroffenen Stelle, in manchen Fällen ist sogar eine Einstichstelle sichtbar. 

Kühlen Sie die Schwellung sofort von außen, wenn nötig auch von innen und entfernen Sie bei einem Bienenstich den Stachel. Für die äußere Behandlung empfehlen sich außerdem alte Hausmittel wie Zwiebelsaft oder Essig, um die Wunde abschwellen zu lassen.
Lebensbedrohlich wird ein Bienenstich erst dann, wenn er im Mund- oder Rachenraum auftritt oder eine allergische Reaktion stattfindet, da die Atmung versagen kann. Kühlen Sie bei Verdacht auf einen anaphylaktischen Schock die Wunde und suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf, nur der Experte kann die Situation umfassend einschätzen. 

7.    Sommer, Sonne, Überhitzung – Erste Hilfe rettet Leben

Die Temperaturen steigen und die Sonne lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, für ihren Schutz sorgen Sie durch Sonnencreme und eine Hut, doch auch Ihr Hund kann einen Sonnenstich erleiden. Dabei kommt es zur Überhitzung und gestörten Blutversorgung des Gehirnes, im Extremfall sogar zu Gehirnblutungen. In den meisten Fällen bleibt die Körpertemperatur des Tieres bei einem Hitzschlag im Normalbereich, erkennbar ist dieser hingegen an einer sehr flachen Atmung und Bewusstseinsstörungen, welche bis zur Bewusstlosigkeit reichen können. 

Bieten Sie Ihrem Hund beim Erkennen der Erkrankung sofort Schatten und die Möglichkeit der Wasseraufnahme, diese sollte allerdings nicht erzwungen werden, da jeglicher Stress vermieden werden muss. Legen Sie ihm ein angefeuchtetes Tuch über den Kopf und beginnen Sie mit der sofortigen Befeuchtung der Pfoten. Arbeiten Sie Sich langsam, beginnend bei den Pfoten, von unten nach oben, um einen Schockzustand zu vermeiden. Unter keinen Umständen sollten Sie ihren Vierbeiner mit kaltem Wasser übergießen, da dies statt einer Linderung, die drastische Verschlechterung der Vitalwerte mit sich bringt. 

Anders als beim Sonnenstich, tritt bei einem Hitzschlag die generelle Überhitzung des gesamten Organismus auf. Dafür reicht schon eine hohe Umgebungstemperatur aus, welche vor allem in geschlossenen Autos innerhalb einer Stunde dramatisch auf 60 bis 70 Grad Celsius ansteigen kann. Lassen Sie ihr Tier niemals in Ihrem Wagen zurück, egal wie vermeintlich kurz Ihre Abwesenheit erschienen mag. Sie erkennen eine solche Erkrankung neben dem Anstieg der Körpertemperatur und des Pulses, an starkem Hecheln, Erbrechen, Erschöpfung und einer tiefroten Zunge. Die Erste Hilfe für Ihren Hund unterscheidet sich kaum von der eines Sonnenstichs, kühlen Sie ebenfalls Kopf und Pfoten, arbeiten Sie sich anschließend nach oben den restlichen Körper entlang und bieten Sie in kontrollierter Menge kühles Wasser an. Nach der gesamten Abkühlung des Hundes empfiehlt es sich, Ihn in einem Bach oder einer Wanne baden zu lassen.

Besonders praktisch sind im Sommer selbstkühlende Kompressen, welche Sie in der Tasche jederzeit mit sich führen können. 

8.    Wie können Sie bei Vergiftungen helfen?

Ihr Hund ist in vielen alltäglichen Situationen Stoffen und Materialien ausgesetzt, welche zu einer Vergiftung führen können. Blaukorn, giftige Pflanzen und Lebensmittel, sowie mutwillig ausgelegte Giftköder sind die häufigsten Gefahrenquellen. Doch wie Erkennen Sie eine Vergiftung Ihres Hundes, falls Sie ihn nicht direkt bei der Aufnahme beobachten konnten? 

In den meisten Fällen findet eine starke Speichelbildung statt, besonders bei Blaukorn kommt es zu Kreislaufproblemen und Atemnot. Es können außerdem allgemeine Vergiftungserscheinungen wie Muskelzittern, eine starke Größenveränderung der Pupillen Ihres Tieres, Erbrechen, Blut in Urin und Kot, sowie Apathie und Lähmungserscheinungen auftreten. Besonders wichtig ist im Falle einer Vergiftung Ihres Hundes die Verzicht auf eine Maulschlinge, da Erstickungsgefahr besteht, sie sollten außerdem kein Erbrechen durch Medikamente oder andere Hilfsmittel erzwingen, da stark geschwächten Tieren auch bei diesem Vorgang die Erstickung droht.

Die schnellste und einfachste Erste Hilfemaßnahme im Falle einer Vergiftung, ist der Einsatz von medizinischen Kohletabletten. Diese binden die Giftstoffe auf physikalischer Ebene, neutralisieren so eine Vielzahl an Giften im Magen-Darm-Trakt und verhindern einen Übergang der schädlichen Stoffe in den Blutkreislauf.  Es ist jedoch Eile geboten, da die Wirkung der Kohletabletten umso geringer wird, je länger die Einnahme des Giftes zurückliegt. 

Sie können Sich bei Ihrem Tierarzt die richtige Dosis Aktivkohle im Voraus, passend für Ihren Hund abstimmen lassen. Sie sollten Ihn ebenfalls direkt nach der Vergiftung aufsuchen und gegebenenfalls einen Teil des verbliebenen Giftes mitnehmen, um die Identifikation und damit die schnelle und gezielte Behandlung zu erleichtern. 

9.    Schnelle Hilfe bei verschluckten Gegenständen

Bei der alltäglichen Erkundung Ihres Hauses und auf Spaziergängen kann es schnell zum Eintreten einer Gefahrensituation durch die Aufnahme von ungeeigneten Gegenständen kommen. Beim Zerkauen von Spielzeugen, Ästen und Gegenständen aus Haus und Garten kann Ihr Hund Kleinteile verschlucken. In den meisten Fällen wird er diese aushusten und nichts Dramatisches passiert. Falls Ihr Hund sich allerdings nicht selbst vom Fremdkörper befreien kann, ist schnelle Erst Hilfe erforderlich, da der Atemstillstand droht. 

Prüfen Sie zu allererst den Rachenraum Ihres Hundes und entfernen Sie sichtbare Fremdkörper umgehend, dies kann mit der Hand oder unter Zuhilfenahme eines langen stumpfen Gegenstandes geschehen. In manchen Fällen ist eine Lockerung des Fremdkörpers nötig um Ihn problemlos zu entfernen, dafür können Sie bis zu fünf Mal kräftig mit flacher Hand zwischen die Schulterblätter Ihres Tieres schlagen. Reicht dies nicht aus, müssen sie den Gegenstand in den Mundraum schütteln. Nehmen Sie dazu kleine Hunde an den Hinterbeinen und große hinter dem Brustbereich und schütteln Sie ihn vorsichtig, um den Fremdkörper in Richtung Schnauze zu transportieren. Widerholen Sie diesen Vorgang bis sie den Gegenstand manuell entfernen können.

Sollte dies nicht ausreichen und der sie befürchten einen Atemstillstand, empfiehlt es sich den Hund in die stabile Seitenlage zu bringen, die Schnauze sollte dabei den tiefsten Punkt bilden damit Erbrochenes und Blut jederzeit ungehindert abfließen können. Prüfen Sie nun ob Ihr Hund noch atmet, indem sie visuell das mögliche Heben und Senken des Brustkorbes untersuchen, mit den Fingerspitzen vorsichtig den Brustkorb betasten oder eine angefeuchtete Hand vor die Nase Ihres Vierbeiners halten. Können Sie keine Atmung feststellen, müssen Sie nun zu einer drastischen Maßnahme greifen, welche nie an einem gesunden Tier ausgeführt werden sollte und nur in absoluten Notsituationen angebracht ist.

Der Heimlich-Griff ist eine extreme Rettungsmaßnahme der Ersten Hilfe beim Hund, welche, durch einen Überdruck im Zwerchfell, versucht Fremdkörper Richtung Maul zu transportieren.   Dabei werden die Handballen knapp unter dem Brustbein bzw. dem Rippenbogen am Bauch platziert und eine ruckartige Druckbewegung ausgeführt. Nun sollte die manuelle Entnahme des Fremdkörpers möglich sein, ist dies nicht der Fall, können Sie den Vorgang bis zu fünf Mal wiederholen. Bei dieser Maßnahme kann es zu inneren Verletzungen kommen und Langzeitschäden sind nicht auszuschließen. 

10.    Was tun bei Atem- und Herzstillstand

Sie können trotz Entfernung eines Fremdkörpers keine Anzeichen für eine Atmung Ihres Hundes erkennen oder fühlen keinen Herzschlag mehr? Nun ist absolute Ruhe und Präzision geboten! 

Platzieren Sie Ihren Hund in beiden Fällen in der stabilen Seitenlage. Nun können Sie mit der Beatmung Ihres Hundes beginnen. Dazu müssen Sie den Mund des Tieres zuhalten um das Entweichen von Luft zu verhindern und können ihm anschließend vorsichtig, entweder mit Hilfe eins Live-Keys oder direkt, Luft in die Nase pusten, bis sich der Brustkorb sichtbar hebt. Beatmen Sie Ihren Hund 20- bis 30-mal pro Minute und prüfen Sie nach jeder dritten Wiederholung die Atmung, sowie gelegentlich den Puls des Hundes. Die Beatmung erfolgt solange bis eine selbstständige Atmung sichtbar ist oder es zum Herzstillstand kommt. Im zweiten Fall müssen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Wenn Sie einen zweiten Helfer vor Ort haben, empfiehlt es sich ihren Vierbeiner parallel zu Beatmen und die Herdruckmassage durchzuführen, wenn Sie alleine sind, müssen Sie beide Aufgaben kombinieren. 

Für die Herzdruckmassage, reichen bei kleinen Hunden zwei Finger aus, bei großen benötigen Sie beide Hände um das Herz zum Schlagen zu animieren. Wie finden Sie das Herz? Es befindet sich über dem angewinkelten linken Ellenbogen des Hundes und muss stoßartig einmal pro Sekunde stimuliert werden. Kombinieren Sie, falls Sie alleine sind 30 Wiederholungen des Herzdruckes mit zwei Atemspenden.

Helfen lernen mit Schulungen und Informationsmaterial

In den meisten Fällen und vor allem bei komplexen Erste Hilfemaßnahmen ist die praktische Erfahrung, welche Sie im Voraus gesammelt haben, entscheidend. Die Johanniter bieten dazu bundesweit Erste Hilfe Kurse für Hundebesitzer an, in welchen Sie alle wichtigen Informationen erhalten und die komplizierten Griffe und Techniken üben können. Auch Tierärzte, Vereine und Privatpersonen bieten eine begrenzte Zahl an hilfreichen Programmen, diese sind allerdings oftmals schon lange Zeit ausgebucht. 

Sie wollen dennoch mehr über professionelle Erste Hilfe Maßnahmen erfahren und sind auf der Suche nach visueller Hilfe um für den Ernstfall zu trainieren? Dann lernen Sie die wichtigsten Schritte durch Lehrvideos und DVDs, wir empfehlen Ihnen „Notfall! – Erste Hilfe für meinen Hund“ von Sophie Strotbeck. So können Sie unkompliziert alles über die besonderen physiologischen Werte und die Messungen dieser in Erfahrung bringen. Sie erhalten praktische Tipps, von der Schmerzerkennung und -lokalisierung bis hin zu Anleitungen für die Reanimation, Notfallverbände, die Erstversorgung von Wunden und das Stoppen von Blutungen, sowie Richtlinien zum verhalten in Notfallsituationen ist Alles geboten. Mit diesen Einblicken und der Beratung professioneller Experten, können Sie sich optimal auf jede Gefahrenlage vorbereiten.

Vergessen Sie jedoch nie, dass egal welche Art der Verletzung vorliegt, nach der Erstversorgung der Weg zum Arzt immer der nächste Schritt sein sollte. Nur ein Tiermediziner hat den kompletten Einblick in die Gesundheitslage Ihres Hundes und kann ihn optimal therapieren. 
 

Fotos: Adobe Stock